Theaterstücke von Willi Schmidt im Angebot für Inszenierungen

Für Theatergruppen, Schulen, staatliche Bühnen oder sonstige Institutionen, die auf der Suche nach aktuellen, spannenden Theaterstücke sind, um diese zu inszenieren, haben wir im Folgenden die Theaterstücke von Willi Schmidt aufgelistet, die über den jeweiligen Rechteinhaber buchbar sind.

Nähere Informationen: Grundblick, Willi Schmidt, Holzhäuser Str. 17, 35085 Ebsdorfergrund, Tel. 06424/929240, mail: post@grundblick.de


Die Theaterstücke mit größerer Besetzung:


Hotel zur langen Dämmerung

Aufführungsrechte: Mein-Theaterverlag, Packeniusstraße 15, 41849 Wassenberg,

Tel. 02432-9879280, info@mein-theaterverlag.de   www.mein-theaterverlag.de


Inhalt:

Das Theaterstück erzählt aus der Perspektive der Gegenwart als Rückblick die Geschichte einer Clique junger Leute auf dem Dorf Anfang der 1980er Jahre. Philosophie und Politik, die Suche nach alternativen Lebensformen in deutlicher Abgrenzung zu den althergebrachten Strukturen des Dorfes sind ihre bestimmenden Themen. Erzählt werden aber auch die Liebesgeschichten, die sich entwickeln, mit all der Vielfalt und den Widersprüchen zwischen persönlichem Anspruch und Wirklichkeit. Kann man lieben, ohne sich zu besitzen? Treibt Besessenheit bis hin zu Gewalt? Lässt sich Eifersucht überwinden?

Ein Raum ist von der Clique geschaffen worden, „Teestube“ genannt, wo man sich selbstbestimmt ausprobieren will. Das geht einigen Dorfhonorationen zu weit und so wird die „Teestube“ wieder geschlossen. Im Sommer trifft man sich im Haus von Eltern die verreist sind, im „Hotel zur langen Dämmerung“. Dort lebt, liebt und streitet man, Konflikte spitzen sich zu, die persönlichen wie die allgemeinen, eng miteinander verknüpft sind sie ohnehin ...

Hintergrund: Gerne werden die 80er Jahre – wie auch andere Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts – in den Kultstatus erhoben. Man schwelgt in Nostalgie, verbindet die Zeit mit Dirty Dancing, Neue Deutsche Welle oder Zauberwürfel.

„Hotel zur langen Dämmerung“ hingegen erzählt von ganz anderen 80ern: Protest gegen die NATO-Nachrüstung, Auseinandersetzung um die Startbahn West bei Frankfurt. Aber auch von der ganz persönlichen Suche von jungen Leuten nach neuen Lebensformen; gegen die etablierten Dorfstrukturen von Vereinen, Kirche, Bräuche; gegen festgefahrene Beziehungsformen. Mit all den Widersprüchen von Anspruch und Wirklichkeit. Privates ist politisch und umgekehrt. Das war nicht neu, war ein Slogan der 68er, genau wie der Protest gegen das Etablierte. Aber zu Beginn der 80er, der Zeit also in der das Stück spielt, wuchsen daraus große soziale Bewegungen, die nahezu alle Bevölkerungsgruppen erreichten und allmählich das Land grundlegend veränderten. Man lehnte den marktverherrlichten Kapitalismus des Westens genauso ab wie den Pseudosozialismus des Ostens und suchte nach Formen ökonomischer Selbstverwaltung. Es wurde außerdem ein Politikverständnis in Frage gestellt, welches sich in der rationalen Analyse erschöpfte. Man beschäftigte sich mit Mystik, Religion, indianischer Kultur, Philosophie und so wird auch in dem Stück eine Reise nach Taize beschrieben. Damals ein Ort, wo junge Leute aus ganz Europa hinreisten, um in dem dortigen überkonfessionellen Kloster über den Sinn des Lebens zu sprechen, zu denken und zu schweigen. Ein anderes beherrschendes Thema war – ähnlich wie heute – der Rechtsradikalismus, das Aufleben des Nazi-Ungeistes. In unseren Dörfern wurden Hakenkreuze auf Häuser geschmiert, in denen Wohngemeinschaften lebten – oder Menschen, die als unangepasst, undeutsch, kommunistisch galten.

Besetzung: 6 Frauen, 5 Männer, 1 Erzähler/in. 1 Bühnenbild, 2 Akte, Spieldauer ca. 95 Minuten, Einbindung von Live-Musik möglich



Das Lindenhaus

Aufführungsrechte: Grundblick-Verlag, Vor dem Wald 16, 35085 Ebsdorfergrund

Tel. 06424/929240, post@grundblick.de, www.grundblick.de


Inhalt:

Das „Lindenhaus“ ist ein leerstehender, teilweise verfallener Hof am Rande eines Dorfes, welches früher eine Landkommune mit Tagungshaus war. Hier hat Lulu viel Zeit ihrer Kindheit und Jugend verbracht, bei ihrer Freundin Jenny, die im „Lindenhaus“ aufgewachsen ist. Und hierher kommt sie jetzt, Jahre später, mit Paul, den sie von früher als Gast vom „Lindenhaus“ kennt und vertraut und erzählt ihm ihre Geschichte, die in Rückblicken lebendig wird.

Lulu erzählt von Liebe und Tod, von der Unerträglichkeit des Kapitalismus, von Hilflosigkeit und radikalem Widerstand ...

Es nützt nichts, dem Investmentbanker den Kopf abzuschlagen. Es nützt nur, dass kein Mensch mehr Investmentbanker sein will.

Lulu erzählt von bürgerlicher Moral und Aufbruch, von alltäglicher Gewalt und Gegengewalt, von Anpassung und dem Glück des Augenblicks ...

Das Gefühl muss brennen, stechen, weh tun, rasen, sich durch meinen Leib winden, an mir reißen, zerren, mich festhalten, verschlingen, und natürlich kann das nicht halten, natürlich vergeht das, um es wieder von neuem zu suchen ...

Und so stellt sich in dem Stück die Frage nach dem Grundsätzlichen, für diejenigen, die nicht aufgehört haben zu suchen, die es sich nicht bequem gemacht haben im System von Moral (in welcher auch immer) und ihrer vermeintlichen Sicherheit: Gibt es die Liebe nur im Augenblick? Wie lässt sich die bürgerliche Gewalt in uns umwandeln in Energie, in Freiheit?

Besetzung: 2 Frauen, 3 Männer, 1 Bühnenbild, 1 Akt, Spieldauer ca. 80 Minuten

Aufführungsbedingungen: 10 % der Aufführungseinnahmen, mindestens 85,00 Euro pro Aufführung - alles weitere in Absprache mit dem Grundblick-Verlag.



In die neue Welt - Theatertrilogie

Aufführungsrechte: Grundblick-Verlag, Vor dem Wald 16, 35085 Ebsdorfergrund

Tel. 06424/929240, post@grundblick.de, www.grundblick.de

Vorbemerkung:

Die Theatertrilogie „In die neue Welt“ spielt im Wesentlichen in einem oberhessischen Dorf; die Teile 1 und 2 in der Zeit unmittelbar vor Beginn des 1. Weltkriegs, der Teil 3 im Jahr 1929. Die einzelnen Teile bauen jedoch nicht direkt aufeinander auf, so dass diese Stücke jeweils für sich stehen und auch ohne die jeweils anderen Teile verständlich bleiben.

Der regionalhistorische Hintergrund ist zwar Oberhessen, die Stücke könnten aber genauso gut in jeder anderen Region unseres Landes gespielt werden, dann mit jeweils regionalspezifischen Abwandlungen. Zum Konzept der Trilogie gehört auch die Kooperation mit traditionellen Institutionen des dörflichen Lebens, in den Stückvorlagen sind das eine Volkstanz- und Trachtengruppe, sowie ein Gesangsverein.  Auch hierbei kann es selbstverständlich andere Kooperationspartner geben. Wichtig hierbei ist, dass regionalspezifische Bräuche, Tänze, Musik, Trachten etc. zum Leben erweckt werden.

Zur Sprache der Dialoge: Prinzipiell könnten die Stücke auch komplett im Dialekt gesprochen werden. Zugunsten besserer Verständlichkeit sind sie jedoch in einer Art Umgangs-Kunstsprache geschrieben, welches Strukturen von Dialekt aufgreift. Ob es letztlich in Dialekt gesprochen wird oder nicht, ist eine Entscheidung der jeweiligen Inszenierung.


In die neue Welt 1 - Die Gedanken sind frei

Inhalt:

Ein oberhessisches Dorf 1912. Nach dem Kirmes-Besuch ein paar Dörfer weiter kommen "Burschen" und "Weibsleute" nachts auf dem Heimweg  an den Bahnhof im Nachbardorf. Einer hat die Idee, nach Hause nicht noch zu laufen, sondern mit der Bahn zu fahren. Der Sonderzug besteht aus einem leeren Holzwaggon. Sie schieben diesen vom Nebengleis auf das Hauptgleis und stellen die Weichen richtig. Bei dem Gefälle können sie auf die Lokomotive verzichten, der Wagen läuft von selbst. Einer bedient rechtzeitig die Bremse, damit es nicht zu schnell geht.
Mit dieser Überlieferung aus der Wittelsberger Dorfchronik beginnt das Stück um die beiden befreundeten Knechte Gotthard und Heinrich sowie der Bauerntochter Luise. Das Dorfleben ist bis hinein in persönliche Beziehungen streng reglementiert. Als sich Gotthard, der Knecht und Luise, die Bauerntochter verlieben, ist das eine Unmöglichkeit. Luises Schwester wurde schon in den Burgwald verheiratet und als diese stirbt, soll sie - wie es in dieser Zeit nicht unüblich war - die neue Frau ihres Schwagers werden. Doch Luise ist widerspenstig, hat Träume von einem anderen Leben und Gotthard und Heinrich haben von Auswanderern nach Amerika gehört, wo alle frei sein sollen, wo es keine Standesunterschiede geben soll...

Besetzung: 5 Frauen, 4 Männer, weitere kleine Rollen, die flexibel zu besetzen sind.

1 Bühnenbild, 2 Akte, Spieldauer ca. 90 Minuten

Aufführungsbedingungen: 10 % der Aufführungseinnahmen, mindestens 85,00 Euro pro Aufführung - alles weitere in Absprache mit dem Grundblick-Verlag.



In die neue Welt 2 - Die lange Nacht

Inhalt:

Zwei Knechte sind fort aus dem Dorf, um nach Amerika auszuwandern. Gefolgt ist ihnen die Bauerntochter Luise, die in einen der Knechte verliebt ist. Bevor es jedoch nach Amerika gehen kann, sind sie in Hamburg gelandet und versuchen sich dort mit Gelegenheitsarbeit Geld zu verschaffen. Hier beginnt die Geschichte: In Parallelbildern wird gezeigt wie es den „Geflüchteten“ im proletarischen Milieu des Hamburger Hafenviertels ergeht und was gleichzeitig im oberhessischen Dorf bei den „Daheimgebliebenen“ geschieht. Hier dreht sich das Geschehen um die traditionelle Spinnstube, die in authentischen Szenen, Liedern und Tänzen dargestellt wird. In diese traditionelle dörfliche Welt ist eine fremde Person „eingedrungen“, aufgenommen worden vom alten Bauern, dem Vater der geflüchteten Luise; so dass diese Welt „aus den Fugen“ zu geraten scheint. Derweil  hat sich im Hamburger Hinterhofviertel der ehemalige Knecht Heinrich, der jetzt Arbeiter bei der Hamburger Hochbahn ist, zunehmend politisiert und engagiert sich bei den Kommunisten. Auch Luise, die Bauerntochter, zieht es – im Gegensatz zu ihrem Freund Gotthard – immer weniger nach Amerika. Sie ist in Kontakt gekommen mit Künstlern, die nach neuen Ausdrucksformen suchen und fasziniert von dieser Welt.

Am Ende der Geschichte beginnt der 1. Weltkrieg...

Besetzung: 10 Frauen, 7 Männer, weitere kleine Rollen, die flexibel zu besetzen sind.

1 Bühnenbild, 2 Akte, Spieldauer ca. 90 Minuten

Aufführungsbedingungen: 10 % der Aufführungseinnahmen, mindestens 85,00 Euro pro Aufführung - alles weitere in Absprache mit dem Grundblick-Verlag.



In die neue Welt 3 - Das Sängerfest

Inhalt:

Im Mittelpunkt des 3. Teils „Das Sängerfest“ steht ein traditionelles Sängerfest im Jahr 1929. Erzählt werden vor allem Geschichten von Frauenfiguren aus der dörflichen Gesellschaft dieser Zeit. Da ist die Dienstmagd Dotje, die dem Bauern, ihrem Dienstherrn ausgeliefert ist und deren Attacken nicht mehr erträgt. Ihr Selbstmord ist Dorfgespräch beim Sängerfest, ebenso wie der Pfarrer, der mit einer alten Tradition brechen will und eine Selbstmörderin, also Dotje, christlich beerdigen möchte. Von der Haushälterin des Pfarrers, der Grete, ist aber nichts näheres zu erfahren...

Auf dem Sängerfest ist die Bauerntochter Helene aus einem Nachbardorf bei ihrer Tante zu Besuch. Dort lernt sie den Lohndrescher Georg kennen, der von der technischen Entwicklung der Zeit begeistert ist. Weitere Personen aus dem Dorf treffen beim Fest aufeinander. Parallel zu dem Sängerfestgeschehen erzählt die Dienstmagd Dotje rückblickend ihre tragische Geschichte. Ebenso werden die Lebenumstände von Grete gezeigt, die Haushälterin beim Dorfpfarrer ist.

In der Atmosphäre des Sängerfestes wirft allmählich der aufkommende Nationalsozialismus seine Schatten voraus.

Besetzung: 6 Frauen, 4 Männer

1 Bühnenbild, 1 Akt, Spieldauer ca. 90 Minuten

Aufführungsbedingungen: 10 % der Aufführungseinnahmen, mindestens 85,00 Euro pro Aufführung - alles weitere in Absprache mit dem Grundblick-Verlag.





Die Studio-Theaterstücke:


Der Schlaf der Geige

- eine Geschichte über die Ermordnung von psychisch Kranken und Behinderten durch die Nationalsozialisten - Poetisches Theaterstück gegen das Grauen der Menschenverachtung

Aufführungsrechte: Grundblick-Verlag, Vor dem Wald 16, 35085 Ebsdorfergrund

Tel. 06424/929240, post@grundblick.de, www.grundblick.de


Inhalt:


Holocaust. Schrecklich. Dürfen wir nie vergessen. Da stimmen alle zu. Holocaust ist Auschwitz, Dachau, Buchenwald, Berlin, Nürnberg. Nah und fern. Und doch vergessen wir. Denn Holocaust ist auch dort, wo wir zu Hause sind. Menschen sind weg. Nachbarn sind weg. Menschen, die vielleicht im selben Haus gewohnt haben, in dem wir heute zuhause sind.
"Der Schlaf der Geige" erzählt die Geschichte von zwei dieser Menschen. Weil sie anders waren -- er Epileptiker und sie psychisch krank -- wurden sie in die "Heilanstalt" Hadamar/Hessen deportiert, zwangssterilisiert und ermordet, wie 15.000 weitere "unwerte" Leben auch. Hannes, Epileptiker, lebt in der Familie seines Bruders auf dem Dorf, wo er als Hilfsgärtner arbeitet. Die Verwandten sorgen für ihn mit, bis er durch die "Euthanasie" - Ideologie der Nationalsozialisten aus seiner Welt herausgerissen wird. Maja ist die Tochter eines Intellektuellen und leidet an einer Persönlichkeitsstörung. Seit ihrer Kindheit spielte sie Geige, bis ihr dies verboten wurde. Sie lebt in einer Anstalt und ist mittlerweile ebenso wie der Epileptiker für einen Transport in das Vernichtungslager Hadamar vorgesehen. Als Theaterbild dient dazu ein überdimensionales Grab, in dem die beiden Personen des Stückes "gefangen" sind und aus dem heraus sie ihre Geschichte entwickeln, welche sie schikksalhaft zusammenführt.

Besetzung: 1 Frau, 1 Mann, 1 Bühnenbild, 1 Akt, Spieldauer ca. 50 Minuten

Aufführungsbedingungen: 10 % der Aufführungseinnahmen, mindestens 85,00 Euro pro Aufführung - alles weitere in Absprache mit dem Grundblick-Verlag.


 

Wilhelm und Katarina

Aufführungsrechte: Grundblick-Verlag, Vor dem Wald 16, 35085 Ebsdorfergrund

Tel. 06424/929240, post@grundblick.de, www.grundblick.de


Inhalt:

Der Dorfbewohner Wilhelm weiß, was es heißt, mit beiden Beinen in den Scherben der Vergangenheit zu stehen. Ab und zu liest er einen Splitter auf, und jedes Stückchen spiegelt eine Episode aus seinem Leben wider: Liebe, Krankheit, Angst, Ohnmacht, Verbitterung und Hoffnung. Eingerahmt in die Kulisse des elterlichen Hofs, präsentiert Wilhelm tiefe Einblicke in ein Leben, das eben so leer zu stehen scheint, wie das allmählich verfallende Gasthaus seiner Eltern, das er bewohnt. Diese sind gestorben, den Gasthof hat er nicht weitergeführt.

Eines Nachts wird er durch Geräusche geweckt und entdeckt die Streunerin Marie in seinem Hof. Ungeübt im Umgang mit Menschen fassen beide allmählich Vertrauen zueinander und beginnen aus ihrem Leben zu erzählen. In Rückblicken werden Szenen aus Wilhelms Leben gezeigt, in ihnen wird Marie zu Wilhelms Jugendliebe Katarina und der “alte” Wilhelm zum “jungen” Wilhelm.

“Wilhelm und Katarina” ist ein stilles Stück, welches die volle Aufmerksamkeit des Publikums erfordert. Wer ein unterhaltsames Theaterstück mit netten, alten Geschichten über ehemalige Dorfgasthäuser erwartet, wird seine Erwartung nicht erfüllt bekommen. Wer sich hingegen darauf einlässt, sich in die eigenwillige, verschrobene Welt von Wilhelm und Katarina mitnehmen zu lassen, wo sich manchmal Traum und Wirklichkeit mischen, bei denjenigen besteht die Möglichkeit sich tief berühren zu lassen ...

Besetzung: 1-2 Frauen, 1 Mann, 1 Bühnenbild, 1 Akt, Spieldauer ca. 60 Minuten

Aufführungsbedingungen: 10 % der Aufführungseinnahmen, mindestens 85,00 Euro pro Aufführung - alles weitere in Absprache mit dem Grundblick-Verlag.




Nachspielzeit

Aufführungsrechte: Grundblick-Verlag, Vor dem Wald 16, 35085 Ebsdorfergrund

Tel. 06424/929240, post@grundblick.de, www.grundblick.de


Inhalt:

Eine Nacht im Theater. Eine verlassene Bühne nach einer Aufführung. Zwei Arbeitskollegen. Katja, Maskenbildnerin. Lutz, Lichttechniker.

Am Abend, nach verrichteter Arbeit, ist Lutz nicht nach Hause gegangen. Wie üblich ist er zuvor als letzter durchs Haus gegangen, hat Schalter, Fenster und Türen kontrolliert, seine Tasche gepackt und den Generalschlüssel hervorgeholt. Dann ist er geblieben. Zwischen herumstehenden Scheinwerfern und Lautsprechern döst er vor sich hin.

„Im leeren, dunklen Theater riecht es wie in einer Kirche. Und es liegt so ein leises Pochen in der Luft. Ich hatte keine Lust nach Hause zu gehen. Ich wollte nichts mehr sehen. Müde bin ich schon. Aber nach Hause will ich nicht.“

Katja kommt zurück in das verlassene Theater, auf der Suche nach ihren Zigaretten. Sie überraschen sich gegenseitig und bleiben. Beginnen zu erzählen, von der Arbeit, ihrem Leben, ihren Träumen, lernen sich kennen über die Oberfläche hinaus.

„Es ist tatsächlich so ein Pochen im Raum. In so einem leeren Theater, wenn es rundherum schwarz abgehängt ist, kann man sich alles vorstellen. Wir könnten jetzt spazieren gehen, überall, wo wir wollen, in einem Wald in der Abenddämmerung, in den noch leeren Straßen einer aufwachenden Großstadt, an einer abgelegenen Steilküste am Meer.“

Katjas Traum ist es, einmal auf der Bühne zu stehen und die Rolle ihres Lebens zu spielen. Und Lutz will spüren, wie es ist, jemand anderes zu sein, jemand ganz anderes.

Und so verbringen sie die Nacht im Theater miteinander – außerhalb der Zeit, in der „Nachspielzeit“.

Besetzung: 1 Frau, 1 Mann, 1 Bühnenbild, 1 Akt, Spieldauer ca. 60 Minuten

Aufführungsbedingungen: 10 % der Aufführungseinnahmen, mindestens 85,00 Euro pro Aufführung - alles weitere in Absprache mit dem Grundblick-Verlag.



Das Wechselbalg

Aufführungsrechte: Grundblick-Verlag, Vor dem Wald 16, 35085 Ebsdorfergrund

Tel. 06424/929240, post@grundblick.de, www.grundblick.de


Inhalt:

Erzählt wird die Geschichte der Magd Dotje, die aus ihrer vom dichten Wald und Armut geprägten Heimat in ein Dorf im Marburger Land kommt, wo sie als Magd Anstellung auf einem großen Hof findet.

Die Welt des Dorfes in der Region Mittelhessen in der Zeit der 1920er Jahre war nicht nur eine geschlossene Gesellschaft mit klaren sozialen Strukturen, sondern auch geprägt durch jahrhundertealte, religiöse Überlieferungen. Diese Mischform von christlicher Tradition und heidnischer Bräuche und Mythen bis hin zu Formen des Aberglaubens kennzeichneten die soziale Hierarchie und die Rolle der Frau.

Die Mythen haben sich verändert, der religiös bedingte Schuldkomplex jedoch steckt tief in unseren Köpfen. Und dient bis heute der Verfestigung von Machtstrukturen.

In Dotjes Kopf sind die Furcht einflößenden Überlieferungen ihrer Kindheit, vom dunklen Wald, wo jenseits der Hütte des Köhlers finstere Mächte lauern. Ob sie selbst ein Wechselbalg ist, vom Teufel vertauscht, bevor sie getauft wurde, weil sich ihre Mutter nicht streng an die Ordnung hielt? Ist sie deshalb eigensinnig und verträumt? Ist manchmal aufsässig und gibt Widerworte? Dabei ist sie doch für den Bauern sein Eigentum, wie alles auf seinem Hof, über das er nach Belieben verfügen kann. Und das bekommt Dotje auf brutale Weise zu spüren.
Aber da ist auch der Knecht Hermann, ein Sonderling, bei dem sie seltsam neue Gedanken und echte Zuneigung findet. Und in dieser Welt der Gedanken ist Freiheit, da ist alles möglich.


Besetzung: 1 Frau, 1 Mann, 1 Bühnenbild, 1 Akt, Spieldauer ca. 50 Minuten

Aufführungsbedingungen: 10 % der Aufführungseinnahmen, mindestens 85,00 Euro pro Aufführung - alles weitere in Absprache mit dem Grundblick-Verlag.






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