Theaterproduktionen als Gastspiele im Angebot

Spielbare Stücke in Kooperation mit dem Theater Waggonhalle:

Festhalten, was nicht festzuhalten ist

Ein Theaterstück mit Gedichten

- nach dem gleichnamigen Buch von Willi Schmidt

Der Link zum gleichnamigen Video:

https://youtu.be/6wsgJP3mrsM

Uraufführung: 17. Mai 2016, Waggonhalle Marburg

Schauspiel:  Hannah Nohr und Willi Schmidt

Realisierung:
Benötigte Bühnengröße: ca. 6x8 m, Aufbau in einem Raum der ausreichenden Größe auch ohne vorhandene technische Einrichtung möglich (z. B. Saal, Schule o.ä.), Aufbauzeit: ca. 5 Stunden, eine technische Anlage kann von uns mitgebracht werden.
Kontakt: Willi Schmidt, Holzhäuser Str. 17, 35085 Ebsdorfergrund, Tel. 06424/929240, mail: post@grundblick.de

Theater lebt vom Augenblick. Von Momenten, die auf der Bühne entstehen, in Kommunikation treten mit dem Publikum und sich wieder verflüchtigen. Bilder, Worte, Atmosphären. Für den Moment lebendig und dann nicht mehr festzuhalten, schon fort, schon vorbei.

Solche Bilder nach dem Prinzip des Theaters sind auch die Gedichte von Willi Schmidt. Gemeinsam mit seiner Schauspiel-Kollegin Hannah Nohr hat er diese Gedichte zu einem atmosphärisch intensiven Theatererlebnis inszeniert. Gemeinsam durchleben sie in verdichteter Form Kindheitserinnerungen, Phantasien, Liebesglück, Liebesleid, nähern sich, berühren sich, trennen sich…

Das scheinbar plötzliche Dasein der Liebe und das ebenso unerklärliche Verschwinden; Momente des Glücks, die festgehalten werden wollen und doch nicht festzuhalten sind; die Melancholie und der Schmerz des Vergänglichen, sind die wesentlichen Themen der Inszenierung.

Aus den Momenten werden Bilder, festgehalten für einen Augenblick – und wieder losgelassen, geben Raum für Assoziationen - Alltagsbetrachtungen, Erinnerungen, Liebesgeschichten, Schmerz und Schönheit.

Das Buch "Festhalten was nicht festzuhalten ist" mit Gedichten ist im Schweizer Wolfbach Verlag erschienen und über die Internet-Seite "synergia.de" oder überall im Buchhandel erhältlich.

Hannah Nohr und Willi Schmidt in "Festhalten was nicht festzuhalten ist", Fotos: Gerd Sycha


Nachspielzeit

Theaterstück nach einer Kurzgeschichte von Willi Schmidt

Uraufführung: Waggonhalle Marburg, 30.8.2016

Schaupiel: Janette Bosy und Willi Schmidt

Realisierung:
Benötigte Bühnengröße: ca. 6x8 m, Aufbau in einem Raum der ausreichenden Größe auch ohne vorhandene technische Einrichtung möglich (z. B. Saal, Schule o.ä.), Aufbauzeit: ca. 3 Stunden, eine technische Anlage kann von uns mitgebracht werden.
Kontakt: Willi Schmidt, Holzhäuser Str. 17, 35085 Ebsdorfergrund, Tel. 06424/929240, mail: post@grundblick.de

Eine Nacht im Theater. Eine verlassene Bühne nach einer Aufführung. Zwei Arbeitskollegen. Katja, Maskenbildnerin. Lutz, Lichttechniker.

Am Abend, nach verrichteter Arbeit, ist Lutz nicht nach Hause gegangen. Wie üblich ist er zuvor als letzter durchs Haus gegangen, hat Schalter, Fenster und Türen kontrolliert, seine Tasche gepackt und den Generalschlüssel hervorgeholt. Dann ist er geblieben. Zwischen herumstehenden Scheinwerfern und Lautsprechern döst er vor sich hin.

„Im leeren, dunklen Theater riecht es wie in einer Kirche. Und es liegt so ein leises Pochen in der Luft. Ich hatte keine Lust nach Hause zu gehen. Ich wollte nichts mehr sehen. Müde bin ich schon. Aber nach Hause will ich nicht.“

 

Katja kommt zurück in das verlassene Theater, auf der Suche nach ihren Zigaretten. Sie überraschen sich gegenseitig und bleiben. Beginnen zu erzählen, von der Arbeit, ihrem Leben, ihren Träumen, lernen sich kennen über die Oberfläche hinaus.

„Es ist tatsächlich so ein Pochen im Raum. In so einem leeren Theater, wenn es rundherum schwarz abgehängt ist, kann man sich alles vorstellen. Wir könnten jetzt spazieren gehen, überall, wo wir wollen, in einem Wald in der Abenddämmerung, in den noch leeren Straßen einer aufwachenden Großstadt, an einer abgelegenen Steilküste am Meer.“

 

Katjas Traum ist es, einmal auf der Bühne zu stehen und die Rolle ihres Lebens zu spielen. Und Lutz will spüren, wie es ist, jemand anderes zu sein, jemand ganz anderes.

Und so verbringen sie die Nacht im Theater miteinander – außerhalb der Zeit, in der „Nachspielzeit“.




Wilhelm und Katarina - Gasthof zur Linde

Theaterstück von Willi Schmidt

Inszenierung: Mareike Dobewall, Schauspiel: Anna Dassler und Willi Schmidt

Uraufführung: 16. Juni 2016, Waggonhalle Marburg

Realisierung:
Benötigte Bühnengröße: ca. 6x8 m, Aufbau in einem Raum der ausreichenden Größe auch ohne vorhandene technische Einrichtung möglich (z. B. Saal, Schule o.ä.), Aufbauzeit: ca. 5 Stunden, eine technische Anlage kann von uns mitgebracht werden.
Kontakt: Willi Schmidt, Holzhäuser Str. 17, 35085 Ebsdorfergrund, Tel. 06424/929240, mail: post@grundblick.de

Wilhelm ist ein verschrobener Einzelgänger. Seit Jahren lebt er zurückgezogen im ehemaligen Dorfgasthof seiner Eltern. Diese sind gestorben, den Gasthof hat er nicht weitergeführt. Eines Nachts wird er durch Geräusche geweckt und entdeckt die Streunerin Marie in seinem Hof. Ungeübt im Umgang mit Menschen fassen beide allmählich Vertrauen zueinander und beginnen aus ihrem Leben zu erzählen. In Rückblicken werden Szenen aus Wilhelms Leben gezeigt, in ihnen wird Marie zu Wilhelms Jugendliebe Katarina und der “alte” Wilhelm zum “jungen” Wilhelm.

“Wilhelm und Katarina” ist ein stiller Stück, welches die volle Aufmerksamkeit des Publikums erfordert. Wer ein unterhaltsames Theaterstück mit netten, alten Geschichten über ehemalige Dorfgasthäuser erwartet, wird seine Erwartung nicht erfüllt bekommen. Wer sich hingegen darauf einlässt, sich in die eigenwillige, verschrobene Welt von Wilhelm und Katarina mitnehmen zu lassen, wo sich manchmal Traum und Wirklichkeit mischen, bei denjenigen besteht die Möglichkeit sich tief berühren zu lassen ...



 

Ein Theaterstück aus der dörflichen Welt der 20er Jahre:

„Das Wechselbalg“ von Willi Schmidt

Uraufführung war am 13. August 2014, 20 Uhr, Waggonhalle Marburg
Schauspiel: Corinna Kilger und Willi Schmidt, Regie-Mitarbeit: Lea Hinrichs

Das Theaterstück von Willi Schmidt erzählt die Geschichte einer Magd, die aus ihrer vom dichten Wald und Armut geprägten Heimat in ein Dorf im Marburger Land kommt, wo sie als Magd Anstellung auf einem großen Hof findet.

Die Welt des Dorfes in der Region Mittelhessen in der Zeit der 1920er Jahre war nicht nur eine geschlossene Gesellschaft mit klaren sozialen Strukturen, sondern auch geprägt durch jahrhundertealte, religiöse Überlieferungen. Diese Mischform von christlicher Tradition und heidnischer Bräuche und Mythen bis hin zu Formen des Aberglaubens kennzeichneten die soziale Hierarchie und die Rolle der Frau. Die Mythen haben sich verändert, der religiös bedingte Schuldkomplex jedoch steckt tief in unseren Köpfen. Und dient bis heute der Verfestigung von Machtstrukturen.

Im Kopf der Magd sind die Furcht einflößenden Überlieferungen ihrer Kindheit, vom dunklen Wald, wo jenseits der Hütte des Köhlers finstere Mächte lauern. Ob sie selbst ein Wechselbalg ist, vom Teufel vertauscht, bevor sie getauft wurde, weil sich ihre Mutter nicht streng an die Ordnung hielt? Ist sie deshalb eigensinnig und verträumt? Ist manchmal aufsässig und gibt Widerworte? Dabei ist sie doch für den Bauern sein Eigentum, wie alles auf seinem Hof, über das er nach Belieben verfügen kann. Und das bekommt sie auf brutale Weise zu spüren.

Aber da ist auch der Knecht Hermann, ein Sonderling, bei dem sie seltsam neue Gedanken und echte Zuneigung findet. Und in dieser Welt der Gedanken ist Freiheit, da ist alles möglich ...

Realisierung:
Benötigte Bühnengröße: ca. 8x10 m, Aufbau in einem Raum der ausreichenden Größe auch ohne vorhandene technische Einrichtung möglich (z. B. Saal, Schule o.ä.), Aufbauzeit: ca. 7 Stunden, eine technische Anlage kann von uns mitgebracht werden.
Kontakt: Willi Schmidt, Holzhäuser Str. 17, 35085 Ebsdorfergrund, Tel. 06424/929240, mail: post@grundblick.de


(Foto: Gerd Sycha)



Lulu

Von Willi Schmidt

Uraufführung war am 5. Juni 2013, 20 Uhr


Mit: Frauke Oberländer, Corinna Kilger, Maik Dessauer, Matze Schmidt und Willi Schmidt, Regie-Mitarbeit: Lea Hinrichs

Karten: www.waggonhalle.de   Tel. 06421/62554

Realisierung:
Benötigte Bühnengröße: ca. 6x8 m, Aufbau in einem Raum der ausreichenden Größe auch ohne vorhandene technische Einrichtung möglich (z. B. Saal, Schule o.ä.), Aufbauzeit: ca. 6-7 Stunden, eine technische Anlage kann von uns mitgebracht werden.
Kontakt: Willi Schmidt, Holzhäuser Str. 17, 35085 Ebsdorfergrund, Tel. 06424/929240, mail: post@grundblick.de


(Fotos von "Lulu": Rasmus Wenzel)


Das Theaterstück von Willi Schmidt erzählt eine eigene Geschichte der Lulu, inspiriert durch Motive nach Frank Wedekind.

Das „Lindenhaus“ ist ein leerstehender, teilweise verfallener Hof am Rande eines Dorfes, welches früher eine Landkommune mit Tagungshaus war. Hier hat Lulu viel Zeit ihrer Kindheit und Jugend verbracht, bei ihrer Freundin Jenny, die im „Lindenhaus“ aufgewachsen ist. Und hierher kommt sie jetzt, Jahre später, mit Paul, den sie von früher als Gast vom „Lindenhaus“ kennt und vertraut und erzählt ihm ihre Geschichte, die in Rückblicken lebendig wird.

Lulu erzählt von Liebe und Tod, von der Unerträglichkeit des Kapitalismus, von Hilflosigkeit und radikalem Widerstand ...

Es nützt nichts, dem Investmentbanker den Kopf abzuschlagen. Es nützt nur, dass kein Mensch mehr Investmentbanker sein will.

Lulu erzählt von bürgerlicher Moral und Aufbruch, von alltäglicher Gewalt und Gegengewalt, von Anpassung und dem Glück des Augenblicks ...

Das Gefühl muss brennen, stechen, weh tun, rasen, sich durch meinen Leib winden, an mir reißen, zerren, mich festhalten, verschlingen, und natürlich kann das nicht halten, natürlich vergeht das, um es wieder von neuem zu suchen ...

Und so stellt sich in dem Stück die Frage nach dem Grundsätzlichen, für diejenigen, die nicht aufgehört haben zu suchen, die es sich nicht bequem gemacht haben im System von Moral (in welcher auch immer) und ihrer vermeintlichen Sicherheit: Gibt es die Liebe nur im Augenblick? Wie lässt sich die bürgerliche Gewalt in uns umwandeln in Energie, in Freiheit?


Komm in das Licht

Komm an mein Gesicht

Schenk meiner Haut

Deine Hände

Schenk meiner Brust

Deine Lippen

Komm in das Licht

Fürchte dich nicht






Weitere Koproduktionen mit dem Theater Waggonhalle:

Offm Eschbann

ein Erzählstück mit Dorfgeschichten in oberhessischem „Platt“ (welches aber auch für Nicht-Einheimische verständlich ist)

Schlaf der Geige

ein Theaterstück welches sich in regionalem Bezug mit der Ermordung von psychisch Kranken und Behinderten durch die Nationalsozialisten beschäftigt (verbunden mit einer Ausstellung zum Thema).



Näheres  entnehmen Sie der nebenstehenden Übersicht „Theaterproduktionen“, sowie "Die Theaterstücke".

Kontakt: Willi Schmidt, Holzhäuser Straße 17, 35085 Ebsdorfergrund, Tel. 06424/929240, mail: post@grundblick.de


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